Software entwickeln lassen mit KI: Produkt 1.0 statt Prototyp

Software mit KI entwickeln zu lassen (Vibe Coding) geht heute in Tagen statt Monaten. Der schnelle Weg über KI-Baukästen liefert aber meist einen Prototyp, der nur in der Vorführung hält. Ein Produkt 1.0 entsteht, wenn vor dem Bauen Kunde, Geschäftsziel und Sicherheit geklärt sind und erfahrene Entwickler das Ergebnis prüfen. So arbeitet HorAIzon Speedy, gemeinsam mit dem Entwicklungspartner Nubisoft.
Vielleicht kennen Sie die Situation. Sie haben eine Idee für ein digitales Produkt, ein Kundenportal etwa oder eine App für Ihre Mitarbeitenden. Ob sich das bauen lässt, ist heute kaum noch die Frage. Die Frage ist, ob es schnell geht und danach auch hält.
Bis vor Kurzem gab es darauf zwei Antworten, und beide hatten einen Haken. Dieser Beitrag zeigt, warum das so war und wie Sie heute zu einer ersten echten Version Ihres Produkts kommen, auf der Sie weiterbauen können.
Warum mussten Sie bisher zwischen schnell und sicher wählen?
Der klassische Weg ist solide. Ein Entwicklungsteam nimmt Ihre Anforderungen auf, baut über Monate und liefert eine saubere erste Version. Ein MVP (Minimum Viable Product, die kleinste Version, mit der man am Markt lernt) kostet in Deutschland bei mittlerer Komplexität laut aktuellen Marktübersichten 40.000 bis 85.000 Euro. Das Geld ist ausgegeben, bevor Sie wissen, ob Ihre Idee trägt.
Nebenbei… Spezifikation lief oft im iterativen Trial-and-Error-Prozess. Man konnte dann nachsteuern, sobald man etwas gesehen hatte. Kostete viel Zeit und damit auch Geld.
Der neue Weg ist schnell. Seit Anfang 2025 hat er einen Namen: Vibe Coding. Man beschreibt einer KI in Alltagssprache, was man haben möchte, und nach wenigen Tagen klickt man durch eine Anwendung. Der Begriff war so verbreitet, dass Collins ihn zum Wort des Jahres 2025 gewählt hat.
Der Haken liegt unter der Oberfläche. Der Sicherheitsanbieter Veracode hat Code von mehr als 100 KI-Modellen geprüft. In 45 Prozent der Aufgaben hat die KI eine Sicherheitslücke eingebaut, und neuere, größere Modelle schnitten dabei nicht besser ab. Was in der Vorführung überzeugt, ist also oft nicht für echte Nutzer, echte Daten und den nächsten Ausbau gebaut.
Für einen ersten Eindruck reicht ein solcher Prototyp. Für ein Produkt, mit dem Sie Geld verdienen oder Kundendaten verarbeiten, reicht er nicht.
Was ist ein Produkt 1.0, und warum ist es mehr als ein MVP?
Ein Proof of Concept beweist, dass eine Idee technisch funktioniert. Danach wandert er in die Schublade. Ein MVP ist die kleinste Version, mit der Sie am Markt lernen, und oft bewusst provisorisch gebaut.
Ein Produkt 1.0 ist die erste echte Version Ihres Produkts. Es ist sauber beschrieben, sicher gebaut und läuft auf ordentlicher Infrastruktur. Vor allem ist es das Fundament, auf dem Sie weiterbauen. Kommen später mehr Funktionen, eine Rechteverwaltung oder eine eigene Verwaltungsoberfläche dazu, fangen Sie nicht von vorn an.
Der Unterschied zeigt sich nicht am ersten Tag. Er zeigt sich am Tag, an dem die ersten hundert Kunden das Produkt nutzen oder an dem jemand fragt, wo die Daten eigentlich liegen.
Wie entsteht mit Speedy aus einer Idee ein Produkt 1.0?
Beim Hausbau geht der Rohbau schnell, wenn Untergrund, Materialien und Statik vorher geklärt sind. Nach diesem Prinzip arbeitet HorAIzon Speedy: erst der Bauplan, dann der Bau.
Speedy ist ein gemeinsames Angebot von HorAIzon und dem Entwicklungspartner Nubisoft. Der Weg läuft in einem Sprint und hat eine klare Übergabe in der Mitte.
HorAIzon führt bis zur Spezifikation. Wir schärfen mit Ihnen die Idee, klären, wer das Produkt nutzt und auf welchen Wegen. In dieser Phase geht es um Customer Journeys, typische Klickpfade, Musterpersonas, vielleicht Gamification und das, was eine Anwendung „touchy“ macht. Bevor eine Zeile Code entsteht, sehen Sie Ihr Produkt als klickbare Vorschau der wichtigsten Bildschirme. Gleichzeitig prüfen wir, wo jemand die Anwendung missbrauchen könnte, und legen die passende Infrastruktur fest.
Nubisoft baut und betreut. Auf dieser abgesicherten Vorlage baut Nubisoft das Produkt nach demselben Ablauf, prüft es vor dem Start und betreut es danach technisch. HorAIzon entwickelt es mit Ihnen fachlich weiter.
Die Regel dahinter ist einfach: Nichts geht in die Entwicklung, was nicht vorher am Kunden und an der Sicherheit geprüft wurde.
Welche vier Prinzipien stehen dahinter?
Security First. Sicherheit wird eingebaut, nicht nachträglich angeschraubt. Vor dem Bauen stehen verschiedene Prüfschritte und ein gezielter Angriffs-Check. Beim Bauen prüft ein Sicherheits-Scan jeden Arbeitsschritt, und sensible Stellen wie Anmeldung oder Datenzugriff schauen sich zusätzlich Menschen an. Vor dem Start steht eine Schlussprüfung durch Nubisoft, ausgeliefert wird auf Cloud-Services oder dedizierter EU-konformer Infrastruktur. Das wird wichtiger: Seit Mitte September 2026 müssen Hersteller von Software in der EU aktiv ausgenutzte Schwachstellen binnen 24 Stunden melden. Ab Dezember 2027 kommen mit dem Cyber Resilience Act weitere Pflichten wie die CE-Kennzeichnung hinzu.
Customer First. Gebaut wird entlang der Wege, die Ihre Kunden durch das Produkt gehen, nicht entlang der Technik. Deshalb sehen und klicken Sie Ihr Produkt, bevor es programmiert wird. Änderungen kosten an dieser Stelle Minuten statt Wochen.

Customer First ist mein Steckenpferd. Ich schreibe seit über 25 Jahren Fachspezifikationen, für CRM, Loyalty, Healthcare, Apps und E-Learning. Vor der KI konnte man manches aus der Customer Journey mitdenken, aber nie alles. In Speedy arbeiten wir heute mit virtuellen Personas, den zehn wichtigsten Klickpfaden und mehr. Das macht eine Fachspezifikation um ein Vielfaches besser als früher. Vorausgesetzt, man weiß, wie es geht, und im Hintergrund steckt ein KI-Betriebssystem wie unser AIOS. Dann muss nicht jedes Mal alles neu erfunden werden.
Business First. Nicht die schönste Demo gewinnt, sondern das, was Ihr Geschäft voranbringt. Gemeinsam legen wir fest, was in Version 1.0 gehört und was bewusst später kommt. Was genau soll das Ergebnis sein, mit dem Sie Ihre Geschäftsziele verbessern?
AI first. Hinter Speedy steht ein eigenes KI-Betriebssystem: ein fester Entwicklungsablauf mit fertigen Skills, erprobten Vorgehensweisen und spezialisierten Agenten. Unser AIOS ist der Motor hinter dem Tempo, und er bindet Sie an kein einzelnes Werkzeug. Wie ein solches System grundsätzlich aufgebaut ist, lesen Sie in KI im Unternehmen einführen.
Was kostet ein Produkt 1.0 im Vergleich?
Ein Produkt 1.0 mit Speedy kostet ab einem Zehntel dessen, was ein klassisch entwickeltes MVP mittlerer Komplexität kostet. Und Sie bekommen mehr als ein MVP.
Der Preisunterschied hat zwei Gründe. Die KI-Werkzeuge beschleunigen das Bauen erheblich. Und die Vorarbeit verhindert die teuren Umwege, die entstehen, wenn mitten im Projekt klar wird, dass etwas Wichtiges fehlt.
Auch Vibe Coding ist auf den ersten Blick günstig, das Abo eines KI-Baukastens kostet ein paar Euro im Monat. Teuer wird es oft danach: wenn ein Prototyp vor dem Start auf Sicherheit geprüft oder nach einer Lücke repariert werden muss. Erfahrungswerte aus der Praxis reichen dafür von einigen tausend bis zu fünfstelligen Beträgen. Die konkrete Zahl für Speedy finden Sie unten in den Fragen.
Ist das schon im Einsatz?
Ja, zuerst bei uns selbst. Mit dem Prozess haben wir bisher unterstützt verschiedene erste Anwendungsfälle umgesetzt. U. a. eine E-Learning-App für die Teilnehmenden unserer KI-Masterclasses, ist auf diesem Weg entstanden. Wir haben Speedy also zuerst an einem Produkt erprobt, das wir selbst jeden Tag verantworten.
Den Ablauf passen wir monatlich an die Entwicklung am Markt an. Okay, das ist vielleicht ein Fun Fact, trotzdem…
Ende September haben wir unser Framework zusätzlich von einem anderen KI-Modell prüfen lassen, das alle Dateien durchgearbeitet und den Markt recherchiert hat. Das ersetzt kein unabhängiges Gutachten, ist aber ein spannender Blick von außen. Das Urteil: „Ein überdurchschnittlich reifes Prozess-Framework mit vielen Sicherheitsaspekten und mit einem echten Differenzierungsmerkmal im Bereich der Spezifikationsphase.“
Für wen lohnt sich Speedy?
Speedy passt, wenn Sie eine Produktidee haben, die über eine Präsentation hinaus ist und an echten Nutzern scheitern oder bestehen soll. Typisch sind zwei Situationen.
- Ein Unternehmen will seinen Kunden ein neues digitales Angebot machen, zum Beispiel ein Portal oder eine App rund um ein bestehendes Produkt.
- Oder ein Unternehmen will intern einen Ablauf digitalisieren, für den es keine passende Standardsoftware gibt.
In beiden Fällen gilt: Je sensibler die Daten, desto mehr lohnt sich der Weg über den Bauplan. Für den Gesundheitsbereich bauen wir deshalb mit Speedy Health zusätzlich fertige, geprüfte Bausteine auf, etwa für Lernmodule, Anmeldung und Einwilligung oder die Speicherung von Gesundheitsdaten. Sie werden zugeschaltet statt jedes Mal neu gebaut.
Wenn Sie eine Idee schon länger vor sich herschieben, weil der klassische Weg zu teuer und der schnelle zu wackelig wirkt, sprechen wir gern darüber. Im Erstgespräch legen wir Ihre Idee auf den Speedy-Weg und sagen Ihnen, was in Version 1.0 gehört.
Häufige Fragen
Ein Produkt 1.0 mit Speedy kostet ab 4.900 Euro netto, je nach Umfang und Komplexität bis 10.000 Euro (unverbindlich). Den genauen Betrag nennen wir, sobald im Erstgespräch klar ist, was Version 1.0 können soll. Zum Vergleich liegt ein klassisch entwickeltes MVP mittlerer Komplexität in Deutschland meist bei 40.000 bis 85.000 Euro.
Beim Vibe Coding beschreibt man einer KI in Alltagssprache, was eine Software können soll, und die KI schreibt den Code. Ob es funktioniert, prüft man vor allem durch Ausprobieren, nicht durch Lesen des Codes. Das geht schnell, liefert aber meist einen Prototyp. Speedy nutzt dieselben KI-Werkzeuge, klärt aber vorher Kunde, Interaktionspfade, Geschäftsziel und Sicherheit, prüft beim Bauen jeden Arbeitsschritt und lässt das Ergebnis vor dem Start von erfahrenen Entwicklern abnehmen.
Speedy ist ein gemeinsames Angebot von HorAIzon und Nubisoft. HorAIzon führt bis zur fertigen Spezifikation, also bis klar ist, was gebaut wird und für wen. Nubisoft baut das Produkt nach demselben Ablauf, prüft es vor dem Start und betreut es danach technisch.
Nein. Speedy ist ein Ablauf, kein Werkzeug. Er funktioniert mit den gängigen KI-Entwicklungswerkzeugen, und wir passen ihn monatlich an die Entwicklung am Markt an.
Ja, dort ist der Anspruch an Sicherheit und Datenschutz besonders hoch, und genau darauf ist Speedy ausgelegt. Für den Gesundheitsbereich bauen wir zusätzlich fertige, geprüfte Bausteine auf, etwa für Einwilligung und die Speicherung von Gesundheitsdaten, Schnittstellen zu eRezept und ePA, Präventionsmodellen wie Pepino, die dann kosteneffizient zugeschaltet statt neu gebaut werden.
Quellen & Transparenz
- Veracode: 2025 GenAI Code Security Report (Pressemitteilung, Juli 2025)
- Collins Dictionary: Word of the Year 2025 „vibe coding“
- Groenewold IT Solutions: MVP-Kosten 2026
- Justin McKelvey: How Much Does Vibe Coding Cost? (2026)
- BSI: Cyber Resilience Act
Transparenz: Stefan Zipperer, Gründer HorAIzon verantwortet Inhalt und Einordnung. Stand: Oktober 2026. Recherche und Quellenprüfung mit KI-Unterstützung. Entwurf mit KI-Unterstützung, redigiert und verantwortet vom Autor. Details in der KI-Transparenz. HorAIzon berät zu den beschriebenen Themen; Beiträge sind keine Rechts- oder Steuerberatung.

Stefan Zipperer
KI-Business-Strategie · Knowledge / Company Brain · Agenten-Hub · KI-Produktivität · E-Learning · Gamification · AIOS · Health Journeys & Prävention