Der „Pre-Mortem“-Prompt: Risiken finden, bevor Ihr Projekt startet

Der Pre-Mortem-Prompt ist ein fertiger Text für ChatGPT, Claude, Copilot oder Gemini. Sie beschreiben Ihr Vorhaben, und die KI tut so, als wäre es schon gescheitert. Heraus kommt eine kurze Liste: die wahrscheinlichsten Gründe, woran Sie sie früh erkennen und was Sie heute dagegen tun.
Kurz vor dem Start: Der Plan steht, alle nicken, und keiner will der Bremser sein. Mit diesem Prompt finden Sie die Schwachstellen, bevor sie Zeit und Geld kosten.
Was der Prompt für Sie tut
Ein fertiger Text für ChatGPT, Claude, Copilot oder Gemini. Sie beschreiben Ihr Vorhaben, und die KI tut so, als wäre es schon gescheitert. Heraus kommt eine kurze Liste: die wahrscheinlichsten Gründe, woran Sie sie früh erkennen und was Sie heute dagegen tun. Wie Ihr ganzes Team so arbeitet, üben wir in unseren KI-Schulungen für Unternehmen.
Wofür setzen Sie ihn ein?
- Ein neues Angebot oder Produkt: Sie sehen, woran es scheitern könnte, bevor Sie Geld ausgeben.
- Ein Projekt mit Team und Budget: Die Risiken liegen auf dem Tisch, ohne dass jemand den Plan schlechtreden muss.
- Eine Umstellung im Team, etwa ein neues Tool: Sie wissen vorher, wo es hakt, und planen die Gegenmaßnahme gleich mit.
Was steckt hinter dem Pre-Mortem?
Pre-Mortem statt Post-Mortem. Nach einem Projekt fragen viele, was schiefgelaufen ist. Dann ist es zu spät. Das Pre-Mortem stellt dieselbe Frage vor dem Start, solange Sie noch gegensteuern können.
Der Trick: der Blick aus der Zukunft. Wer fragt „Was könnte schiefgehen?“, bekommt vorsichtige Antworten. Wer sagt „Es ist schiefgegangen, warum?“, bekommt konkrete. Das Scheitern steht schon fest, also redet jeder offen.
Bewährt seit Jahren. Der Psychologe Gary Klein hat die Methode 2007 in der Harvard Business Review beschrieben. Seitdem nutzen sie Teams in vielen Branchen vor wichtigen Entscheidungen.
Wie läuft es ab?
- Einfügen: Kopieren Sie den Prompt unten in einen neuen Chat.
- Vorhaben beschreiben: in zwei, drei Sätzen. Was ist das Ziel, bis wann, wer ist beteiligt?
- Ergebnis nutzen: Sie bekommen die wichtigsten Risiken mit Frühwarnzeichen und dem einen Schritt für diese Woche.
Der Prompt zum Kopieren
Spiel für mein Vorhaben ein Pre-Mortem durch. MEIN VORHABEN [Ziel, Zeitraum und Beteiligte in zwei bis drei Sätzen] SO GEHST DU VOR 1. Stell dir vor, es ist ein Jahr später und das Vorhaben ist gescheitert. Beschreib das Scheitern in zwei Sätzen. 2. Nenne die fünf bis zehn wahrscheinlichsten Gründe. Bleib realistisch, keine Extremfälle. 3. Bewerte jeden Grund: Wie wahrscheinlich ist er, wie schlimm wäre er? Jeweils hoch, mittel oder gering, als kurze Tabelle. 4. Nimm die drei bis fünf kritischsten Gründe. Nenne für jeden, woran ich ihn früh erkenne, was ich heute dagegen tun kann und was ich tue, wenn er trotzdem eintritt. FÜR DIE ANTWORT - Trenne, was in meiner Beschreibung steht, von deinen Annahmen. - Kein Methoden-Vortrag, nur das Ergebnis. - Schließ mit dem einen Schritt, den ich diese Woche tun sollte. Quelle: www.horaizon.group · frei nutzbar
Fest einrichten: Wenn Sie vor jedem Projekt ein Pre-Mortem machen wollen, speichern Sie den Prompt einmal als Skill. Wie das in Claude, ChatGPT, Copilot und Gemini geht, steht beim „Besser-entscheiden“-Prompt.
Meine Einschätzung
KI-Automatisierung oder komplett neue Geschäftsmodelle sind komplex. Businesspläne gehen immer von „es funktioniert“ aus. Für mich ist der Pre-Mortem-Test top, wenn es darum geht, die Probleme zu finden, an die im Raum keiner gedacht hat.
Im Team klappt es am besten in zwei Runden: Erst schreibt jede Person still ihre Gründe auf, dann vergleichen Sie mit der Liste der KI. Für kleine Aufgaben ist ein Pre-Mortem zu viel, für jedes Vorhaben mit Budget und Team lohnen sich die zehn Minuten. Intern ist es Teil unseres Skills „Sherpa“.
Häufige Fragen
Ein Post-Mortem schaut nach dem Projekt zurück. Ein Pre-Mortem stellt dieselbe Frage vor dem Start, solange Sie noch gegensteuern können.
Vor jedem Vorhaben, bei dem Scheitern teuer wäre. Für kleine Aufgaben ist es zu viel.
Ja, auch im Team und kostenfrei.
Quellen & Transparenz
Transparenz: Stefan Zipperer, Gründer HorAIzon, verantwortet Inhalt und Einordnung. Stand: Oktober 2026. Recherche und Quellenprüfung mit KI-Unterstützung. Entwurf mit KI-Unterstützung, redigiert und verantwortet vom Autor. Details in der KI-Transparenz. HorAIzon berät zu den beschriebenen Themen; Beiträge sind keine Rechts- oder Steuerberatung. Prompt ohne Gewähr, keine Haftung für Ergebnisse oder Entscheidungen aus seiner Nutzung. Bitte keine vertraulichen oder personenbezogenen Daten eingeben. Bewusst nur zum Kopieren, kein Download.

Stefan Zipperer
KI-Business-Strategie · Knowledge / Company Brain · Agenten-Hub · KI-Produktivität · E-Learning · Gamification · AIOS · Health Journeys & Prävention