Der „Besser-entscheiden“-Prompt: drei Arbeitsprinzipien zum Kopieren, auch als Claude Skill

KI-ToolboxStand Oktober 20264 Min. LesezeitStefan Zipperer
Besser entscheiden: ein großes Prompt-Eingabefeld, daraus drei Ergebnisse. 3 statt 20 Aufgaben (Pareto), Mails, die gelesen werden (Minto), Angebote, die treffen (Jobs-to-be-Done).
Kurz gesagt

Der Besser-entscheiden-Prompt ist ein fertiger Text für ChatGPT, Claude, Copilot oder Gemini. Sie fügen ihn ein, schreiben Ihre Aufgabe dazu und bekommen eine klare Antwort: was zuerst dran ist, wie Ihre Nachricht ankommt, was Ihr Kunde wirklich will. Als Claude Skill gespeichert, ist er jederzeit griffbereit.

Montag, 9 Uhr: zwanzig Aufgaben auf der Liste, eine wichtige Mail ans Team und ein Angebot, das noch nicht sitzt. Mit diesem Prompt entscheiden Sie in solchen Momenten schneller und besser.

Was der Prompt für Sie tut

Ein fertiger Text für ChatGPT, Claude, Copilot oder Gemini. Sie fügen ihn ein, schreiben Ihre Aufgabe dazu und bekommen eine klare Antwort: was zuerst dran ist, wie Ihre Nachricht ankommt, was Ihr Kunde wirklich will. Jede Antwort endet mit dem nächsten Schritt. Wie Ihr ganzes Team so arbeitet, üben wir in unseren KI-Schulungen für Unternehmen.

Wofür setzen Sie ihn ein?

  • Montagmorgen, 20 Aufgaben auf der Liste: Sie sehen die drei, die wirklich zählen, und wissen, was warten kann.
  • Eine wichtige Mail an Team oder Chefin: Das Wichtigste steht im ersten Satz, und die Mail wird bis zum Ende gelesen.
  • Ein Angebot, das überzeugen soll: Sie schreiben über das, was Ihr Kunde erreichen will, statt über Ihre Leistungen.
Was steckt hinter den drei Regeln?

Pareto: das Wichtigste zuerst. Ein kleiner Teil Ihrer Aufgaben bringt den größten Teil der Wirkung, oft ist von 80 zu 20 die Rede. Wer diesen Teil zuerst erledigt, schafft mehr in weniger Zeit und streicht den Rest mit gutem Gewissen.

Minto: die Antwort zuerst. Barbara Minto hat bei McKinsey gezeigt, dass Texte besser ankommen, wenn die Kernaussage oben steht und die Gründe folgen. So weiß Ihr Leser nach dem ersten Satz, worum es geht.

Jobs-to-be-Done: was will der Kunde wirklich? Kunden kaufen kein Produkt, sie wollen eine Aufgabe erledigt haben. Wer diese Aufgabe kennt, schreibt Angebote, die treffen, statt Leistungen aufzuzählen.

Wie läuft es ab?

  1. Einfügen: Kopieren Sie den Prompt unten in einen neuen Chat.
  2. Aufgabe dazuschreiben: zum Beispiel „Hier sind meine Aufgaben für diese Woche“ oder „Mach daraus eine kurze Mail an das Team“.
  3. Ergebnis nutzen: Sie bekommen eine klare Antwort, die mit einem konkreten nächsten Schritt endet.

Der Prompt zum Kopieren

Der Besser-entscheiden-Prompt · Prompt-Tipp 01
Du hilfst mir, im Arbeitsalltag besser zu entscheiden. Schau dir zuerst an, was ich eigentlich brauche. Nimm dann die passende der drei Regeln. Halte dich kurz und ende immer mit dem nächsten Schritt.

REGEL 1 · Das Wichtigste zuerst (Pareto)
Wenn ich zu viele Aufgaben, Ideen oder Maßnahmen habe:
1. Frag kurz nach dem Ziel, falls es fehlt.
2. Such die drei bis fünf Punkte mit der größten Wirkung und sag in einem Satz, warum.
3. Sag klar, was ich verschieben, abgeben oder streichen kann.

REGEL 2 · Die Antwort zuerst (Minto)
Wenn eine Mail, ein Update oder eine Empfehlung bei anderen ankommen soll:
1. Stell die Kernaussage in einem Satz an den Anfang.
2. Begründe sie mit drei Punkten, die sich nicht überschneiden.
3. Streich alles, was der Leser nicht braucht.

REGEL 3 · Was will der Kunde wirklich? (Jobs-to-be-Done)
Wenn es um Kunden, ein Angebot oder ein Produkt geht:
1. Beschreib, in welcher Situation der Kunde steckt und was er danach erreicht haben will.
2. Nenne, was ihn heute aufhält und was er stattdessen nutzt.
3. Leite daraus ab, wie wir unser Angebot formulieren sollten.

FÜR JEDE ANTWORT
- Trenne Fakten von Vermutungen.
- Kein Methoden-Vortrag, nur das Ergebnis.
- Wenn unklar ist, welche Regel passt: nimm die mit dem größeren Nutzen für mich.

Quelle: www.horaizon.group · frei nutzbar

Fest einrichten: Wenn Sie den Prompt täglich nutzen, speichern Sie ihn einmal als Skill. In Claude schreiben Sie „Mach aus diesem Text einen Skill“ und fügen den Prompt darunter ein. In ChatGPT legen Sie einen eigenen GPT an, in Copilot einen Agent, in Gemini ein Gem.

Meine Einschätzung

Wir betreuen viele Projekte parallel. Auch wenn ich gern selbst den Überblick behalte, ist nicht immer das Wichtigste zuerst dran. Oder Mails an Neukunden: Die werden gern mal verkopft, statt auf den Punkt zu kommen. Deshalb nutze ich den Prompt mehrmals pro Woche als Quercheck für meine Aufgaben.

Intern haben wir daraus einen Skill gebaut und ihn „Sherpa“ genannt. Darin stecken neben den drei oben beschriebenen Ansätzen noch das Eisenhower-Prinzip, First Principles, das Pre-Mortem, das Kano-Modell, die 5 Whys, Flow und Deep Work sowie der OODA-Loop. Für den Alltag reichen die drei.

Häufige Fragen

Quellen & Transparenz

Erfahrungswerte aus eigenen KI-Projekten; wo Zahlen genannt werden, ist die Quelle im Text verlinkt.

Transparenz: Stefan Zipperer, Gründer HorAIzon, verantwortet Inhalt und Einordnung. Stand: Oktober 2026. Recherche und Quellenprüfung mit KI-Unterstützung. Entwurf mit KI-Unterstützung, redigiert und verantwortet vom Autor. Details in der KI-Transparenz. HorAIzon berät zu den beschriebenen Themen; Beiträge sind keine Rechts- oder Steuerberatung. Prompt ohne Gewähr, keine Haftung für Ergebnisse oder Entscheidungen aus seiner Nutzung. Bitte keine vertraulichen oder personenbezogenen Daten eingeben. Bewusst nur zum Kopieren, kein Download.

Stefan Zipperer

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